Transaxilläre Brustvergrößerung: Implantate über die Achsel – ohne Narbe an der Brust
Letzte Aktualisierung:28 Juli 2026

Von der Redaktion der Doku Clinic | Fachlich geprüft von Dr. Engin Öcal
Die transaxilläre Brustvergrößerung ist ein hochpräziser plastisch-chirurgischer Eingriff, bei dem die Brustimplantate direkt über die Achselhöhle eingebracht werden – die Brust selbst bleibt vollkommen narbenfrei. So verlockend die Vorstellung einer unsichtbaren Narbe auch ist: Diese Technik verlangt außergewöhnliches chirurgisches Können, endoskopisches Equipment und kompromisslose Sicherheitsstandards, um ernsthafte Komplikationen zu vermeiden.
Das Wichtigste in Kürze:
- Bei der Brustvergrößerung über die Achsel verschwinden alle Spuren des Eingriffs in den natürlichen Achselfalten
- Die Führung per HD-Videokamera ist Pflicht, um innere Blutungen so gering wie möglich zu halten
- Die Kosten einer Brustvergrößerung über die Achsel liegen zwischen 4.000 € und über 10.500 €
- Prüfen Sie immer die Qualifikationen des Operateurs (ISAPS, EBOPRAS) und klären Sie den Versicherungsschutz vor dem Eingriff
Was ist eine transaxilläre Brustvergrößerung?
Die transaxilläre Brustvergrößerung ist eine Brustoperation, bei der die Implantate eingesetzt werden, ohne Narben am Dekolleté zu hinterlassen. Anders als bei den klassischen Methoden wird das Implantat über einen kleinen Zugang in der Achselhöhle (Axilla) eingeführt.
Wer sich vor bleibenden Narben fürchtet, findet in der Brustvergrößerung über die Achsel die überzeugendste Lösung: Der Schnitt reift zu einer feinen, natürlich wirkenden Hautfalte unter dem Arm heran – im Bikini, im Trägertop oder in Dessous ist davon nichts mehr zu sehen.
So gelangen die Brustimplantate über die Achsel an ihren Platz
Eine Brustvergrößerung über die Achsel setzt fundierte anatomische Kenntnisse voraus, denn der Operateur arbeitet von einem weit entfernten Zugang aus und platziert das Implantat mehrere Zentimeter davon entfernt:
- In einer natürlichen Achselfalte wird ein exakter Schnitt von 2,5 bis 3,5 cm gesetzt.
- Der Chirurg legt einen Kanal unter Haut und Faszie an und arbeitet sich parallel zur Brustwand vor.
- Die Muskelfasern des großen Brustmuskels (Musculus pectoralis major) werden behutsam angehoben, um eine Tasche für das Silikon- oder Kochsalzimplantat zu formen.
- Der gesamte Eingriff umgeht Milchgänge, Drüsengewebe und den Brustwarzen-Warzenhof-Komplex.
Transaxillärer Zugang im Vergleich zu klassischen Schnittführungen

Bei der klassischen Brustvergrößerung erfolgt der Zugang über die Unterbrustfalte oder rund um die Brustwarze. Der transaxilläre Weg führt dagegen vollständig am Brustdrüsengewebe vorbei.
| Transaxillär | Inframammär | Periareolär | |
| Schnittführung | Verborgen in einer natürlichen Falte der Achselhöhle | Untere Falte unterhalb der Brust | Am unteren Rand des Warzenhofs |
| Gewebekontakt | Null direkter Kontakt zu Brustgewebe oder Drüsen | Minimaler Kontakt (unter der Brustfalte) | Direkter Schnitt durch Brustgewebe und Drüsen |
| Risiko für Gefühlsverlust der Brustwarze | Äußerst gering (< 1 %) | Gering (< 2 %) | Mittel bis hoch (5–10 %) |
| Stillfähigkeit | Zu 100 % erhalten | Erhalten | Mögliche Verletzung der Milchgänge |
| Sichtbarkeit der Narbe | An der Brust vollständig unsichtbar | Feine Narbe in der Unterbrustfalte sichtbar | Feine Narbe rund um die Brustwarze sichtbar |
| Technischer Anspruch | Hoch | Standard | Standard |
Für wen eignet sich eine Brustvergrößerung über die Achsel?
Nicht jede Patientin kommt für eine transaxilläre Brustvergrößerung infrage. Weil das Implantat von der Achselhöhle aus über eine gewisse Distanz in die Brusttasche gebracht wird, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein.
Hautelastizität, Brustgewebe und Muskelstruktur
Im Beratungsgespräch beurteilen Fachärzte für Plastische und Ästhetische Chirurgie Ihre Anatomie, um eine sichere und natürlich wirkende Platzierung zu gewährleisten:
- Die transaxilläre Technik ist ideal bei einer Brustptose (Hängebrust) vom Grad 0 oder Grad I
- Patientinnen benötigen eine ausreichende Hautdicke und Muskeldichte
- Am besten geeignet sind Frauen, die sich zum ersten Mal einer Brustvergrößerung unterziehen (Primär-Mammaplastik)
- Auch für Patientinnen, die zu Keloiden oder hypertrophen Narben neigen, ist das Verfahren hervorragend geeignet
Wann vom transaxillären Zugang abzuraten ist
So vorteilhaft die Methode für viele auch ist – bestimmte Ausgangssituationen sprechen dagegen:
- Deutlich hängende Brust (Ptose Grad II oder III)
- Wechseloperationen bzw. Implantataustausch
- Vorangegangene Lymphknotenentfernung in der Achselhöhle
Der Eingriff Schritt für Schritt
Ein Brustimplantat über die Achsel einzubringen, verlangt außergewöhnliches Können und Spezialinstrumente (Endoskopie). Da der Operateur die Implantattasche nicht mit bloßem Auge einsehen kann, schreibt der moderne chirurgische Standard den konsequenten Einsatz hochwertiger Videotechnik vor.
Die HD-Kameraführung ist Pflicht
Früher wurde transaxillär im Blindverfahren stumpf präpariert – mit erhöhtem Risiko für Asymmetrien und innere Blutungen. Heute hat die endoskopische HD-Führung die Patientensicherheit revolutioniert:
- Der Chirurg führt eine winzige hochauflösende Kamera in den Achselkanal ein und überträgt Nerven, Blutgefäße und Muskelgewebe gestochen scharf auf einen Monitor.
- Die direkte Sicht erlaubt es, kleinste Blutgefäße in Echtzeit zu veröden – das senkt Nachblutungen und Hämatome deutlich.
- Die Endoskopkamera stellt sicher, dass beide Implantattaschen in identischer Tiefe und mit identischen Grenzen geformt werden. Das Ergebnis: verlässliche Symmetrie.
Dual-Plane- oder subglanduläre Lage?
In der Doku Clinic empfehlen wir für die Implantatlage in der Regel die Dual-Plane-Technik, die der Brust einen natürlichen Verlauf und ein weiches Gefühl verleiht:
- Dual-Plane-Lage: Die oberen zwei Drittel des Implantats liegen unter dem großen Brustmuskel, der untere Pol direkt hinter dem Drüsengewebe.
- Subglanduläre Lage: Das Implantat liegt vollständig über dem Muskel. Technisch einfacher, birgt bei schlanken Patientinnen aber ein höheres Risiko sichtbarer Implantatkonturen – und wird über die Achsel seltener durchgeführt.
Die Keller-Funnel-Technik
Auch der Keller Funnel® hat das Einbringen von Silikonimplantaten grundlegend verändert:
- Das Implantat gleitet aus der sterilen Hülle direkt in die Brusttasche, ohne die Haut der Patientin zu berühren.
- Der Trichter ermöglicht es, hochkohäsive Silikongel-Implantate durch einen kleineren Schnitt (häufig unter 3 cm) zu führen.
- Die Keller-Funnel-Technik schont das umliegende Achselgewebe.
Vorteile und Risiken der Brustvergrößerung über die Achsel
Jeder chirurgische Eingriff ist eine Abwägung von Vor- und Nachteilen – die transaxilläre Brustvergrößerung bildet da keine Ausnahme. Sie verbirgt die Narbe zuverlässig, doch Sicherheit und Risiken sollten vor der Entscheidung klar auf dem Tisch liegen.
Die Vorteile im Überblick
Ein Brustimplantat über die Achsel bietet klare Pluspunkte für Körpergefühl und langfristige Gesundheit:
- Vollständiger Erhalt des Brustdrüsengewebes
- Unsichtbare Narbenbildung
- Erhaltene Sensibilität der Brustwarze
- Geringeres Risiko einer bakteriellen Besiedelung
Operative Risiken und Komplikationen
Die Sicherheit ist in erfahrenen Händen insgesamt hoch, dennoch verlangen einzelne Risiken besondere Aufmerksamkeit:
- Verrutschen oder Fehllage des Implantats
- Vorübergehendes Taubheitsgefühl in der Achselhöhle
- Bildung von Hämatomen oder Seromen
Heilungsverlauf und Nachsorge
Wer weiß, was ihn erwartet, geht gelassener in die Zeit nach der OP – und schafft die besten Voraussetzungen dafür, dass sich die Implantate ohne Komplikationen setzen.
Tag 1 bis Tag 7
Die erste Woche steht ganz im Zeichen von Ruhe und konsequenter Einhaltung der ärztlichen Vorgaben:
- Ein leichtes bis mäßiges Spannungsgefühl über Brust und Achseln ist normal. Unsere Operateure verordnen Schmerzmittel und Muskelrelaxanzien.
- Heben Sie die Ellenbogen in den ersten 7 bis 10 Tagen nicht über 90 Grad (Schulterhöhe).
- Der spezielle Kompressions-BH wird durchgehend getragen, um den unteren Brustpol zu stabilisieren und Schwellungen zu reduzieren.
Woche 2 bis 6
Während das Gewebe heilt, nehmen die Implantate nach und nach ihre endgültige Form an:
| Heilungsphase | Erlaubte Aktivitäten und Pflege | Einschränkungen |
| Woche 2–3 | Leichte Spaziergänge, Schreibtischarbeit, sanfte Armbewegungen im Alltag | Autofahren (bei Einnahme von Schmerzmitteln), schweres Heben (> 5 kg) |
| Woche 4–5 | Gezielte Massagen zur Implantatlage (nur nach ärztlicher Anweisung) | Intensives Ausdauertraining, Joggen, Krafttraining für den Oberkörper |
| Ab Woche 6 | Vollständige Rückkehr zu Fitnessstudio, Schwimmen, Sport und normalen BHs | Keine; alle körperlichen Aktivitäten sind wieder uneingeschränkt möglich |
Narbenpflege und das endgültige Ergebnis
Das finale Ergebnis einer transaxillären Brustvergrößerung zeigt sich über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten:
- Unter dem Muskel liegende Implantate sitzen anfangs recht hoch an der Brustwand. Über mehrere Wochen entspannen sich die unteren Muskelfasern, das Implantat „rutscht“ auf natürliche Weise in den unteren Pol und formt sich weich und harmonisch aus.
- Ab der dritten Woche aufgetragene Silikon-Narbengele sorgen dafür, dass die Narbe weich wird und sich farblich dem Hautton angleicht.
Was kostet eine transaxilläre Brustvergrößerung?
Weltweit liegen die Gesamtkosten einer transaxillären Brustvergrößerung zwischen rund 3.500 € und über 13.000 €. Die Grundhonorare liegen damit 10 bis 20 % über denen einer einfachen Operation über die Unterbrustfalte. Häufig weisen Standardangebote allerdings nur das Honorar des Operateurs aus – sobald OP-Saal, Klinikaufenthalt und Narkose hinzukommen, klettern die tatsächlichen Eigenkosten auf 8.500 € bis über 13.000 €.
Akkreditierte internationale Kliniken (etwa die JCI-zertifizierte Doku Clinic in Istanbul) bieten exakt dieselbe endoskopische Technik und hochwertige kohäsive Implantate als Komplettpaket für 3.500 € bis 5.700 € an.
Kostenvergleich im internationalen Überblick
| Land | Durchschnittliche Gesamtkosten | Abrechnung und enthaltene Leistungen |
| Deutschland | 6.500 € – 9.500 € | Einzelabrechnung (Operateur, OP-Saal, Anästhesie und Implantate werden getrennt berechnet); rein ästhetische Eingriffe zahlt keine Krankenkasse |
| Österreich | 6.000 € – 9.000 € | Übliches Klinikhonorar (Beratung, Operateur, stationärer Aufenthalt; Nachkontrollen häufig extra) |
| Schweiz | 15.000 € – 21.500 € (ca. 14.000–20.000 CHF) | Standard-Klinikpaket (ohne die verpflichtende Kompressionswäsche und Medikamente) |
| Türkei | 3.500 € – 5.700 € | All-inclusive-Paket: endoskopische OP, Premium-Implantate, JCI-Klinik, Aufenthalt im 5-Sterne-Hotel, VIP-Transfers und Komplikationsversicherung |
Den richtigen Facharzt finden
Buchen Sie eine transaxilläre Brustvergrößerung niemals, ohne die aktive Mitgliedschaft Ihres Operateurs in anerkannten Fachgesellschaften überprüft zu haben:
- ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery): steht für weltweit gültige ethische Standards und ausgewiesene ästhetische Expertise.
- EBOPRAS (European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery): belegt anspruchsvolle europäische Facharztprüfungen und kontinuierliche Fortbildung.
- Nationale Ärztekammern und Fachgesellschaften: Landesärztekammer, DGPRÄC bzw. VDÄPC in Deutschland, ÖGPÄRC in Österreich oder die FMH in der Schweiz bestätigen die offizielle Anerkennung als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. Achtung: Die Bezeichnung „Schönheitschirurg“ ist nicht geschützt – der Facharzttitel ist es.
Kliniksicherheit, Sterilität und Narkose
- JCI-Akkreditierung (Joint Commission International): garantiert, dass die Operationssäle strenge Vorgaben zu Sterilisation, Belüftung und Notfallbereitschaft erfüllen.
- Vollstationäre Ausstattung: sichert den Zugang zu einer voll ausgerüsteten Intensivstation und rund um die Uhr verfügbarem Pflegepersonal.
So erkennen Sie unseriöse Anbieter
Um Ihre Gesundheit zu schützen und ein optimales Ergebnis zu sichern, sollten Sie bei der Recherche auf diese Warnsignale achten:
- Angebote ohne Kamerasicht: Lassen Sie sich niemals operieren, wenn die Klinik nicht ausdrücklich mit hochauflösender endoskopischer Videotechnik arbeitet.
- Fehlende Facharztanerkennung: Vergewissern Sie sich, dass Ihr Operateur über Qualifikationen anerkannter Institutionen wie ISAPS (International Society of Aesthetic Plastic Surgery) oder EBOPRAS (European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery) verfügt.
- Auffällig günstige Angebote: Extrem billige OP-Pakete sparen erfahrungsgemäß an der Akkreditierung des OP-Saals, an der Anwesenheit eines Anästhesisten oder an der Implantatqualität.
- Kein Komplikationsschutz: Kliniken mit hohem Standard schließen eine verpflichtende Komplikationsversicherung mit ein.
Exzellenz erleben in der Doku Clinic
In der Doku Clinic in Istanbul werden hochpräzise Eingriffe wie die transaxilläre Brustvergrößerung unter strengsten klinischen Standards durchgeführt – unter der Leitung unseres renommierten Plastischen Chirurgen Dr. Engin Öcal. Die Doku Clinic bietet internationalen Patientinnen Sicherheit auf Weltniveau, natürliche Ästhetik und volle Kostentransparenz. Sprechen Sie uns an – Ihre Online-Beratung ist kostenlos!
Häufig gestellte Fragen
Funktioniert die transaxilläre Technik mit Silikon- und mit Kochsalzimplantaten?
Ja. Sowohl Kochsalz- als auch moderne hochkohäsive Silikongel-Implantate („Gummy Bear“) werden routinemäßig über die Achsel eingesetzt. Häufig nutzen Operateure dabei den Keller Funnel®, um kohäsive Silikongel-Implantate durch winzige Achselschnitte zu führen, ohne die Hülle zu beschädigen oder die Haut zu verletzen.
Lässt sich eine Bruststraffung (Mastopexie) mit einer Brustvergrößerung über die Achsel kombinieren?
Nein. Für eine Straffung muss überschüssige, gedehnte Haut direkt an der Brust entfernt werden, um den Brustwarzen-Warzenhof-Komplex neu zu positionieren. Bei ausgeprägter Hängebrust (Ptose Grad II oder III) erfordert der kombinierte Eingriff daher Schnitte direkt an der Brust.
Sehen über die Achsel eingesetzte Implantate weniger natürlich aus?
Ganz und gar nicht. Das natürliche Ergebnis hängt von der Präparation der Implantattasche und der Lage des Implantats ab, nicht vom Ort des Schnitts. Mit hochauflösender endoskopischer Kameraführung erreichen Operateure exakt dieselbe Präzision wie über die klassischen offenen Zugänge.
Beeinträchtigen transaxilläre Implantate das Stillen?
Nein. Da der Zugangskanal in der Achselhöhle beginnt und hinter dem Brustmuskel verläuft, berührt das Skalpell zu keinem Zeitpunkt Drüsengewebe oder Milchgänge. Ihre anatomische Fähigkeit, Milch zu bilden und abzugeben, bleibt zu 100 % erhalten.
Ist das Risiko eines Gefühlsverlusts der Brustwarze höher?
Im Gegenteil: Es ist geringer als bei periareolären Schnitten rund um die Brustwarze. Die sensiblen Nerven des Brustwarzen-Warzenhof-Komplexes (Äste des vierten Interkostalnervs) erreichen die Brust von der Seite. Da der Operateur tief unter dem großen Brustmuskel arbeitet, umgeht er diese empfindlichen Nervenbahnen – die Berührungsempfindlichkeit bleibt geschützt.
Erhöht der Achselzugang das Risiko einer Kapselfibrose?
Die aktuelle Datenlage deutet eher auf ein geringeres Risiko hin. Eine Kapselfibrose wird häufig durch Bakterien aus der Hautflora oder den Milchgängen ausgelöst, die beim Einsetzen ins Gewebe gelangen. Wer das Drüsengewebe vollständig umgeht und nach dem „No-Touch“-Prinzip mit dem Keller Funnel® arbeitet, reduziert den Bakterienkontakt deutlich – und beugt so der Verhärtung des Narbengewebes vor.
Stören über die Achsel eingesetzte Implantate die Mammographie?
Nein, sofern Sie die medizinisch-technische Assistenz vorab informieren. Bei Dual-Plane- oder submuskulärer Lage (Standard bei der transaxillären OP) führen Radiologen spezielle Eklund-Aufnahmen durch: Das Implantat wird dabei zur Brustwand hin verschoben, sodass das Brustgewebe klar und unverdeckt dargestellt werden kann.
Ist die Heilung nach einer transaxillären Brustvergrößerung schmerzhafter?
Die anfänglichen Beschwerden äußern sich vor allem als charakteristisches Spannungsgefühl über Brustkorb und Achseln – weniger als lokaler Schmerz in der Brust selbst. Weil unter dem Brustmuskel gearbeitet wird, ist ein leichtes Ziehen bei Armbewegungen an den Tagen 1 bis 4 völlig normal. Mit verordneten Schmerzmitteln und Muskelrelaxanzien lässt sich das gut in den Griff bekommen.
Warum sitzen meine Implantate direkt nach der OP so hoch und fühlen sich hart an?
Das ist völlig normal und wird als Setzungsphase bezeichnet. Die Spannung des Brustmuskels hält submuskuläre Implantate zunächst weiter oben an der Brustwand. Über 6 bis 12 Wochen entspannen sich die Muskelfasern, die Schwellung geht zurück – die Implantate sinken ab und formen sich weich zur natürlichen Tropfenkontur aus („drop and fluff“).
Was passiert, wenn später einmal eine Korrektur oder ein Implantatwechsel nötig wird?
Kleinere Anpassungen oder ein routinemäßiger Austausch lassen sich häufig über die ursprüngliche Achselnarbe durchführen. Kommt es allerdings zu einer ausgeprägten Kapselfibrose oder ist Jahre später ein umfangreicher Gewebeumbau erforderlich, kann Ihr Operateur einen zweiten Zugang über die Unterbrustfalte empfehlen, um direkte Sicht zu haben.
Müssen transaxilläre Brustimplantate alle zehn Jahre gewechselt werden?
Nicht automatisch. Solange kein Riss auftritt, Sie keine Größenänderung wünschen und keine Komplikationen auftreten, haben moderne kohäsive Silikonimplantate kein festes Verfallsdatum. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sowie MRT- oder Ultraschalluntersuchungen stellen sicher, dass Ihre Implantate intakt bleiben.


